Home
Märchenfee
Ich über mich
Romane
Lyrik
Gästebuch
Links
   
 


Drei Beaufort-Geschwister = drei Romane. Keila ist Die falsche Braut, Tilian bekommt den Rubin meines Herzens und Rowan ist der Wächter meiner Seele.

Hinweis:
Diese Bücher sind nicht jugendfrei! Es sind auch keine Märchenbücher, sondern richtige in sich abgeschlossene Romane. Sie bauen zwar zeitlich aufeinander auf, aber es ist nicht erforderlich, auch mit Die falsche Braut zu beginnen.

Sie haben Interesse an einer Romanlesung aus meinen Büchern?
Ich lese in Büchereien, kulturellen Veranstaltungen, Buchläden, Gaststätten, Kliniken, aber auch gerne im privaten Bereich als ganz besonderes Erlebnis.


Um die Hand seiner Geliebten, Lady Miranda Beaufort,  zu erlangen, muss der Ritter Aaron Bearhawk Besitzer einer Burg sein. Kurzerhand überfällt er Growmoor Castle. Die jungenhaft gekleidete Keila leistet jedoch erbittert Widerstand und lässt sich nur mit Gewalt zähmen. Wie sich zu Aarons Entsetzen herausstellt, ist Keila jedoch die verschollene Schwester von Miranda. Um ihre Ehre wieder herzustellen, muss Aaron Keila heiraten. Doch er schwört Rache. Von dem Augenblick an schwebt Keila in höchster Lebensgefahr. Noch kann sie einen Mordanschlag nach dem anderen vereiteln. Obwohl sie in Aaron den Täter sieht, verliebt sie sich in ihn. Und auch Aaron ist nicht immun gegen die weiblichen Reize seiner falschen Braut. Das tödliche Netz aus Intrigen und Verschwörungen zieht sich jedoch unweigerlich über Keila zusammen. Zwei Dienerinnen müssen sterben, bevor sich auch Keila in einer letzten Falle verfängt.


Mit großen Sprüngen eilte Keila die Treppe hinunter. Sie trug ein langes Wollhemd. Darüber eine Schafsweste, die jede weibliche Form an ihr verdeckt hielt. Nur die schlanken, wohlgeformten Beine, die in hautengen Leinenstrumpfhosen steckten, hätten einem unwissenden Betrachter vielleicht einen Hinweis geben können, wer da wirklich unter der plumpen Männerkleidung verborgen war. Der kräftige dunkelrote Zopf, der schwer auf ihrem Rücken wippte, war darin jedoch über jeden Zweifel erhaben. Ebenso ihr voller sinnlicher Mund, die dunklen dichten Wimpern und der zierliche Kopf mit den ausgeprägten Wangenknochen.

Es war nicht gerade leicht für Keila, ihre aufblühende Weiblichkeit zu ignorieren und die Rolle eines Sohnes zu spielen. Ein Sohn, der ihrem Vater verwehrt geblieben war. So war statt dessen eben sie im Schwertkampf unterrichtet worden und hatte das Jagen erlernt. All die Pflichten und Aufgaben des zukünftigen Burgherren hatte Lord Weihting ihr eingetrichtert. Doch auch ihm wollte es nicht gelingen, die Zeit zu überlisten. Als vor ein paar Jahren ihre Hüfte eine rundlichere Form annahm, ihre zarten Brüste zu sprießen begannen und sie der Kraft der Ritter in den täglichen Kampfübungen nicht mehr gewachsen war, musste Weighting schweren Herzens akzeptieren, dass sie zur Frau heranwuchs. Seitdem achtete er darauf, dass sie ebenso oft in Röcken wie in Männerbekleidung zu sehen war. Zusätzlich zur immer noch erwünschten, aber erleichterten Männerarbeit wurde sie jetzt auch in das Handwerkskönnen der Frauen eingewiesen. Manchmal war sich Keila selbst nicht mehr sicher, ob sie eher zum männlichen oder weiblichen Geschlecht gehörte. Doch noch fand sie sich mit dem Zustand eines Zwitterwesens recht gut ab.

Sie mochte ihren Vater und versuchte ihm ein guter Sohn sowie eine gute Tochter zu sein. Auch wenn er in Wirklichkeit nicht ihr leiblicher Vater war. Ihr leiblicher Vater hieß Wulfgar Beaufort. Doch davon hatte John Weigtings keine Ahnung und sie würde sich hüten, ihm das zu verraten.

Vergnügt eilte sie den breiten Gang zur großen Halle entlang. Dabei schlugen der kleine, eisenbeschmiedete Holzbogen und der Köcher mit den Pfeilen, die an einem Lederriemen um Hals und Schulter hingen, klopfend gegen ihren Rücken. Heute hatte der Sohn mal wieder seinen Auftritt zur bevorstehenden Jagd. Eine Aufgabe, die ihr viel Vergnügen bereitete.

Mit einem Summen auf den Lippen durchquerte sie die Halle und begrüßte nebenbei die Dienerinnen mit leichtem Nicken, welche sich so früh morgens schon abmühten, die Spuren des allnächtlichen Zech-gelages zu beseitigen.

Als Keila aus der Vorhalle in den Hof trat, erblickte sie die schon fertig gesattelten Pferde. Ihr Vater schwang sich gerade in den Sattel seines braunen Jagdhengstes. Viele Männer der Gruppe taten es ihm gleich, während andere noch einmal die richtige Aufzäumung der Pferde kontrollierten oder andere Kleinigkeiten erledigten. Ein dünner, aber kühler Nebel lag über der Morgendämmerung. Die Sonne würde jeden Augenblick aufgehen und damit den Nebel sicher bald vertreiben.

„Guten Morgen, meine Liebe”, begrüßte ihr Vater sie. 

„Guten Morgen, Vater. Das wird bestimmt ein herrlicher Tag zum Jagen. Meinst du nicht auch?”

„Ja”, murmelte er. Sein Kopf war noch nicht allzu klar, aber der Wein hatte am Abend zuvor auch wieder viel zu köstlich gemundet. „Das denke ich auch. Wir werden unsere Kammern heute sicher gut mit Wildbrett füllen können. Aber Keila,” räusperte er sich dann, „ich hoffe doch nicht, dass du mit solchen Haaren zur Jagd willst.”

„Oh, ich habe meine Kappe vergessen”, antwortete Keila betroffen.

„Du weißt ja hoffentlich noch, was das letzte Mal passiert ist”, mahnte John Weihting.

Keila zog eine Grimasse. „Ja”, meinte sie kleinlaut.

Allein der Gedanke daran ließ ihr alle Knochen schmerzen. Im vollen Galopp hatte sich ihr freiliegender Zopf beim Durchbreschen tiefliegender Äste verhakt. Äußerst unsanft war sie dabei vom Pferd gezogen worden und mit einem harten Aufprall auf der Erde gelandet. Dank Gottes Hilfe und ihrem lang antrainiertem Reaktionsvermögen konnte sie den scharfen Hufen des nachfolgenden Reittieres gerade noch ausweichen.

„Ich bin gleich wieder zurück, nur einen Moment noch”, rief sie über die Schulter während sie mit hastigen Schritten zurückeilte. Unterwegs murmelte sie einige Flüche wegen ihres Haares und wegen der Ungeschicklichkeit einer Dienerin, mit der sie beinahe zusammen gestoßen wäre.

Am oberen Treppenende stand ihre alte Zofe und schwenkte die braune Kappe triumphierend in ihrer Hand. „Ich nehme an, Ihr sucht das hier, Mylady”, grinste die ältere, rundliche Frau sie an.

Keila schnaufte provokativ. „Halte mir jetzt bloß nicht wieder eine Predigt, Marie”, schnauzte sie genervt.

Ihr Vater hasste es zu warten. Sicher würde er ohne sie losreiten, wenn sie sich nicht beeilte. Sie streckte die Hand aus, um der Zofe die Kappe zu entreißen.

„Oh nein, junge Lady. Die muss ordentlich befestigt werden. Soviel Zeit muss sein.”

„Dann beeile dich aber bitte!”, raunte Keila und setzte sich seufzend auf die oberste Treppenstufe, damit Marie ihre Haare bearbeiten konnte. Geschickt schlang diese den Zopf nach oben, steckte ihn mit mehreren Haarnadeln fest und stülpte die enge Kappe darüber. Mit weiteren Haarnadeln fixierte sie die Kappe rutschfest. Bei flüchtiger Betrachtung wäre Keila jetzt durchaus als Junge durchgegangen.

„Hast du das gehört?”, stutzte Keila plötzlich.

„Was?”, meinte Marie, die gerade die letzte Nadel befestigte.

„Dieses Geschrei!” Keila´s Körper spannte sich an wie ein Bogen. Ein ungutes Gefühl machte sich in ihrem Bauch breit.

„Hört sich an, als würde Euer Vater doch schon ohne Euch losreiten”, antwortete die Zofe schnippisch.

„Nein, das ist es nicht.” Keila erhob sich von der Treppe und lauschte angespannt den Rufen und Geräuschen, die von außen hinein drangen. „Das klingt eher wie...”

Großer Gott, das konnte einfach nicht möglich sein, es durfte nicht  sein. Und doch vernahm sie das Klingen aufeinander krachender Schwerter. „...Alarm!”

Keila stürzte an der verständnislos dreinschauenden Frau vorbei auf ihr Zimmer zu. Sie riss die Tür auf und hechtete an das Fenster. Das Blut gefror ihr bei dem Anblick in den Adern. Vor ihr lag ein blutiger Schlachtplatz. Fremde Ritter schlugen ihre tödlichen Schwerter in die Menschen, die ihr seit Kindheit vertraut waren. Qualvoll wiehernde Pferde trampelten über niedergemetzelte Körper. Durch das weit geöffnete Burgtor drangen immer mehr Feinde ein. Ein aussichtsloser dramatischer Alptraum spielte sich da unten ab.

Keila handelte ohne nachzudenken. Sie zog einen Pfeil aus dem Köcher, spannte den Bogen und zielte. Der Pfeil schwirrte durch die Luft und bohrte sich in die Brust eines Fremden. Ein danebenstehender Ritter blickte hoch und setzte sich über den zusammengebrochenen Schwertbruder in Richtung Halle in Bewegung. Keila wusste, dass sie sein Ziel war. Sie trennte sich von Köcher und Bogen, sprang instinktiv zur Kleidertruhe, auf der ihr eigenes Schwert lag, zog es aus der Scheide und stürzte sich aus dem Raum.

Marie, die entsetzt begriff, dass ihr Schützling vorhatte, sich ins Kampfgetümmel zu stürzen, eilte ihr kreischend hinterher. Doch sie konnte die junge Frau nicht mehr einholen.

Am Fuße der Treppe traf Keila auf ihren ersten Gegner. Offensichtlich sah er in ihr keine ernstzunehmende Gefahr, denn er lächelte immer noch siegessicher, als sie bereits ihr blutiges Schwert vom tödlichen Stoß zurück zog. Der Ritter hinter ihm stürzte sich jedoch mit wütendem Gebrüll auf sie. Doch sie war, so wie sie es schon hunderte Male in ihren Kampfübungen ausgenutzt hatte, zu schnell für seinen schwerfälligen Hieb. Bevor er erneut ausholen konnte, bohrte Keilas Schwert sich zielsicher in  seinen Körper.

Immer mehr Männer folgten. Keila kämpfte mit der Verbissenheit einer Löwin. Wieder und wieder ließ sie ihr Schwert niedersausen. Sie verlor dabei jegliches Zeit- und Raumgefühl.

Später wusste sie nicht einmal mehr, wie sie wieder die Treppe nach oben in einen der kleinen Wohnräume gekommen war. Sie erinnerte sich nur daran, wie ein bulliger Koloss von einem Mann ihr dort das Schwert aus der Hand schlug. Es segelte quer durch den Raum und rückte damit außer Reichweite. Sie sah den Tod in seinen Augen als er sein Schwert zu einem letzten Schlag ausholte, mit weit aufgerissenem Mund aus dem ein fürchterlicher Kampfschrei kam.

Keila war noch nicht bereit zu sterben. In letzter Verzweiflung riss sie den Dolch ihrer Mutter, den sie um die Hüfte geschnallt bei sich trug, heraus und schleuderte  ihn mitten in das Gesicht des Angreifers. Doch sie war schon zu entkräftet, um der Wucht seines fallenden Körpers mit einem Seitwärtssprung zu entrinnen. Der Riese brach mit starren Augen über ihr zusammen und riss sie erbarmungslos mit sich. Die scharfkantige Ecke der eichenen Tischplatte, auf die ihr Hinterkopf beim Fall knallte, spürte sie nur noch für einen flüchtigen Augenblick bis die totale Dunkelheit sie einhüllte.


Die erste Auflage von "Die falsche Braut" ist ausverkauft. Deshalb suche ich dringend einen "richtigen" Verlag für die Neuauflage. Meiner Erfahrung nach komme ich ohne "Vitamin B(eziehung)" nicht in die Branche. Wenn Sie mir also helfen können, vielleicht jemanden aus einem renomierten Belletristikverlag kennen, würde ich mich sehr freuen wenn Sie mich kontaktieren.

Erste Auflage: Preis: 15,-EUR            

Anmerkung: Ich bedaure, das der gewählte Titel meines Romans schon von Heather Graham (ausgerechnet eine meiner Lieblingsautorinnen, von der ich fast alle Bücher habe) existiert. Außerdem gibt es einen Roman gleichen Titels von Barbara Cartland (die nun wirklich nicht zu meinen Lieblingsautorinnen gehört). Aber der Titel passt einfach zur Geschichte!!!



Als der Ritter Tilian Beaufort im Auftrag des Königs eine Räuberbande aushebt, trifft er auf ungewöhnliche Beute: Ein Mädchen, in das er sich unsterblich verliebt. Doch sie flieht in den Sumpf, wo sie verschollen bleibt. Tilian gibt mit seiner Suche nach ihr nicht auf. Nach 7 Jahren hat er endlich eine Spur, die ihn nach Schottland führt. Dort trifft er auf die Männer hassende Amada, in der er das Mädchen wiedererkennt. Mit einem Trick macht er sie glauben, dass sie miteinander verheiratet wären. Auf der Reise zurück nach England geraten sie in einen Hinterhalt. Tilian wird auf eine Galeere verschleppt, während sich Amada alleine nach Growmoor zu Tilians Schwester Keila durchschlägt. Amada verheimlicht ihre Herkunft und die Verbindung zu Tilian. Tilians Bruder Rowan macht der schönen Unbekannten deshalb kräftig den Hof. Als Tilian zurückkehrt, kommt es zum Bruch. Da wird Amada entführt...


"Sie ist seine Frau."

"Sie gehört mir. Ich habe für sie bezahlt und sie gerettet."

"Deswegen bleibt sie trotzdem seine Frau."

"Vor dem Gesetz der Ungläubigen vielleicht. Nicht vor den Augen Allahs."

"Jetzt belügst du dich selbst, Hasan. Die Christen beten den gleichen Gott an wie wir. Sie ist und bleibt seine Frau. Auch nach unserem Gesetz."

"Ich kann sie nicht gehen lassen. Jede Andere, aber nicht sie. Nicht meinen Rubin."

"Dann fordere ich jetzt meinen Gefallen ein."

"Nein, tu das nicht, Karim. Bitte nicht."

"Du stehst tief in meiner Schuld. Die Zeit ist da, sie zu begleichen, Hasan. Jetzt und hier."

"Ich könnte dich und deinen ungläubigen Freund einfach in der Wüste verschwinden lassen. Hier habe ich die Macht. Hier bin ich der Herrscher. Spiel nicht mit dem Feuer, mein Freund."

"Du drohst mir? Du würdest das ungeschriebene Wüstengesetz der Gastfreundschaft verletzten und unsere Freundschaft einfach vergessen? Nein Hasan, du bist kein Meuchelmörder. Und deinen unsterblichen Platz in Allahs Schoß würdest du auch nicht riskieren. Du bist ein guter Moslem. Zahle deine Schulden und wir bleiben Freunde."

Dem behäbigen Haremsbesitzer traten Schweißperlen auf die Stirn. "Welchen Betrag hat er dir geboten, dass du das für einen Fremden tust. Sag mir die Summe und ich verdopple sie."

 "Kein Gold oder andere Schätze. Nein, mein Freund, so wie du in meiner Schuld stehst, so stehe ich in seiner Schuld. Vor vielen Jahren hat er mir das Leben gerettet. Und er ist für mich auch kein Fremder, sondern ich nenne ihn gerne Freund. Seine Frau ist sein Leben. Ich habe versprochen, alles in meiner Macht stehende zu unternehmen, um die Beiden zusammenzuführen. Gib sie frei, Hasan."

"Vielleicht möchte sie nicht zu ihm zurück. Vielleicht ist sie glücklich bei mir."

"Dann lass sie das entscheiden. Aber gib ihr auch die Möglichkeit, sich zu entscheiden."

Hasan wand sich sichtlich unwohl in seinem Sitzkissen. Er überlegte krampfhaft. Schließlich spiegelte sein Gesicht Resignation wieder. "Eine Nacht. Nur eine einzige Nacht. Mehr kann ich ihm nicht gewähren. Und wenn der Morgen dämmert, werde ich sie mir zurückholen. Gnadenlos."

"Bekommen sie denn eine faire Chance?"

"Organisiere, was du für nötig hältst. Ich gewähre dir jede Freiheit und Unterstützung. Wenn ich aber das Gefühl habe, der Fremde muss meinen Rubin zur Flucht zwingen, werde ich sofort eingreifen."

"Ich danke dir, großer Hasan el Aschich."

"Nach dieser Nacht bin ich frei von Schuld. Egal was der Morgen bringen mag. Selbst wenn ich sie zurückholen kann und den Ungläubigen töte."

Karim verzog misstrauisch sein Gesicht. "Es ist dein Recht, ihn nach dieser Nacht zu töten, aber ich hoffe dennoch auf deine Gnade ihm gegenüber. Doch was auch geschehen mag, mit deinem großzügigen Geschenk spreche ich dich von deiner Schuld mir gegenüber frei. Sollte ihnen jedoch erfolgreich die Flucht gelingen, wie steht es dann um unsere Freundschaft?"

Hasan lachte endlich erleichtert auf. "Karim, guter Karim. Ich habe deine Nähe schon immer genossen. Und du bist mir nicht nur ein guter Freund, sondern auch ein ertragsreicher Geschäftspartner. Ich wäre untröstlich, wenn du mir deine Freundschaft entziehen würdest. Ich für meine Person werde sie liebend gerne Aufrecht erhalten."

Auch Karim strahlte jetzt. "Bei Allah, so soll es sein."


ISBN 9783936544954  

Der Preis liegt bei 16,95€

Erschienen Oktober 2006 im Autorenverlag ARTEP. Der Verlag hat sich leider aufgelöst.

Wer gerne ein handsigniertes Exemplar mit Ihrer persönlichen Wunschwidmung haben möchte und nicht lange warten will, sollte direkt bei mir bestellen. Gegen Vorkasse zzgl. Porto und Versand von 1,45EUR Überweisung oder per Nachnahme 4,50EUR .



Clarees hat eine Prophezeiung: Der Wächter ihrer Seele wird sie töten und sie durch die Hölle gehen lassen. In dem Ritter Rowan Beaufort erkennt sie diesen Wächter und versucht ihn deshalb bei ihrer ersten Begegnung zu töten. Auch Rowan empfindet nur Hass für sie, weil er in ihr seine bösartige Schwester Miranda wiedererkennt. Ausgerechnet er soll Clarees sicher an den Hof des Königs geleiten. Am letzten Abend ihrer Reise versöhnen sich die Beiden mit ungeahnten Folgen. Rowan muss Clarees heiraten. Er macht keinen Hehl daraus, wie sehr er Clarees verachtet. Doch dann verschwindet sie spurlos, zusammen mit seiner geliebten Schwägerin Amada. Rowan ist sich sicher, dass seine Frau mit dem Schotten MacKinsey durchgebrannt ist und Amada als Geisel dient. So schwört er bittere Rache an Clarees....

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Hoffentlich bald... Buch ist fertig, aber der Verlag fehlt.



Clarees rannte, die peitschenden Zweige ignorierend, weiter. Mit einem Male trat sie ins Leere. Sie verlor ihr Gleichgewicht und stürzte den Hang hinab. Mit der Schulter prallte sie in einen Baumstamm, was ihren Sturz  etwas ausbremste und sie nun mit den Füßen voran weiter rutschte.
"Miststück!", zischte es triumphierend hinter ihr, als sie von oben an den Haaren gepackt wurde und ihr Abrutschen damit abrupt ein Ende hatte. Der Schmerz, als würde ihr die Kopfhaut abgezogen, gepaart mit entsetzlicher Angst, ließ sie jetzt los schreien. Sie wusste nicht, ob Rowan diesen Schrei auf der anderen Seite hören konnte oder ob er überhaupt noch in der Lage war ihr zu helfen, aber sie schrie aus Leibeskräften. Und sie wehrte sich, trat, kratzte, biss, bis ihr Peiniger das Gleichgewicht verlor.
Er stolperte über sie und rutschte mit ihr den Hang hinab. Gleichzeitig versuchte er aber auch sie niederzuschlagen, um sie außer Gefecht zu setzen. Sein Ziel war ihr Gesicht. Clarees ahnte es und schmiss den Kopf instinktiv hin und her, immer weiter kreischend. Die Schläge trafen sie hart, aber keiner erreichte sein Ziel.
Dann trafen sie auf die Ebene. Der Mann schrie auf. Sie konnte nicht sehen weshalb,. Es war einfach zu dunkel, aber sie vermutete, dass er sich in etwas Schmerzhaftes verfangen hatte. Einzig und allein ihre Flucht zählte nun. Qualvoll rappelte sie sich hoch und begann wieder zu laufen. Es war nur ein kleines Stück Vorsprung, das sie herausholen konnte, bis ihr Peiniger seine Verfolgung wieder aufnahm. Er hinkte. Das ließ die Hoffnung in ihr aufkeimen, ihm doch zu entkommen. So rannte sie keuchend weiter, hinaus aus dem Wald über eine modrige Wiese.
Die unsymmetrischen Schritte ihres Verfolgers holten auf. Bald spürte sie seinen schlechten Atem in ihrem Nacken. Wieder verkrallte sich seine Hand in ihrem Haar. Mit einem heftigen Ruck riss er sie zu Boden. Sie begann erneut zu schreien und versuchte sein Gesicht zu zerkratzen.
"Kleine Wildkatz, du sollst mich kennen lernen. Ich krieg di schon zahm." Sein schwerer Körper drückte sie in das feuchte Gras. Er packte ihre wehrhaften Arme und drückte sie mit einer Hand über ihrem Kopf in den Boden. Mit der anderen Hand nestelte er nun an seinem Hosenstall herum, während er mit seinen Knien ihre Schenkel auseinander schob.
Die Erinnerungen an den grobschlächtigen Highländer kehrten wie ein Faustschlag zurück. Übelkeit zwängte sich ihre Kehle hoch. Er würde sie vergewaltigen, würde ihr den gleichen Schmerz zufügen, wie Batair es getan hatte. Die aufsteigende Panik mobilisierte ihre letzten Kräfte. Sie schmiss sich herum und rammte ihr Knie in die Seite des Mannes.
Als Antwort landete eine Faust auf ihrem Kiefer. Sie schmeckte ihr Blut auf ihrer Zunge und der Schmerz raubte ihr fast die Sinne.
"Kleine Hure, dich wird ich lehren!" Ein weiterer Schlag traf sie im Gesicht. Dies nahm ihr endgültig die Kraft zur Gegenwehr. Das Atmen fiel ihr schwer. Unter Tränen gab sie sich dem unvermeidlichen Schicksal hin. Ihr Vergewaltiger zerriss ihre Bluse und das Leibchen darunter. Dann versenkte er seinen Kopf in ihren Brüsten und biss zu. Der Schmerz ließ sie wieder aufschreien. Noch einmal versuchte sie sich aufzubäumen, aber es war vergebens. Er war zu schwer und sie zu kraftlos.
Jetzt hatte er sich genau zwischen ihre Schenkel positioniert. Gleich würde der Schmerz kommen. In Erwartung dessen ballte Clarees ihre Hände zu Fäusten. Sie zitterte am ganzen Körper, dass davon scheinbar die Erde bebte. Das Beben wurde stärker. Ja, der Boden vibrierte. Dann erhob sich aus dem Beben der Teufel. Er wuchs wie ein schwarzer Schatten aus der Dunkelheit empor und beugte sich über sie hinab. Clarees glaubte an einen Sinnesstreich, verursacht durch ihre Angst. Aber das Ungetüm war echt. Es packte den Tyrannen auf ihr, schleuderte ihn in die Luft und stieß seine blitzenden Teufelskrallen in den Leib des kreischenden Mannes. Wie ein Sack Kartoffeln plumpste das Opfer leblos zurück auf den feuchten Boden.
Jetzt wandte sich das Ungeheuer ihr zu. Clarees strampelte rückwärts mit dem Hintern über den Boden. Das Grauen trieb wieder Schreie aus ihrer Kehle. Was war das für ein Untier?
Der Schatten wurde kleiner, dann teilte er sich. "So beruhte dich doch, Mädchen. Es ist vorbei. Ich tue dir nichts."


Kleine Reportage in SWR 4 Radiotreff: 04.Oktober 2004 17.10 Uhr


Südkurier 06.Februar 2004


Freiburger Wochenbericht, 56. Woche 2003       





Badische Zeitung, 07.April 2004

Name:
E-Mail-Adresse:
Kommentar:



 
   
Top