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Im Augenblick suche ich für die Herausgabe meines Märchenbuches mit dem Titel Neues aus dem Märchenwald einen Verlag. Es wird eine Sammlung mehrerer neuer Märchen mit den bereits unten aufgeführten Titeln. Alle Verlage, die sich angesprochen fühlen, dürfen sich gerne bei mir melden. Bitte keine BOD-Verlage. Mein finanzieller Spielraum ist zu erschöpft, um ein weiteres Buch selbst zu finanzieren. Außerdem sollen meine Bücher auch in Buchhandlungen zu kaufen sein.
Bis es so weit ist, erscheinen die Märchen als kleine Pixibücher. Parallel dazu auch als Hörbüchlein. Das hässliche Weihnachsbäumchen gibt es bereits. Es folgen Die Erdbeerfee und Dr. Drachenzahn.
Die Erdbeerfee: Eine Elfe möchte eine richtige Fee werden Dr. Drachenzahn: Um die Prinzessin zu retten, muss ein einfacher Gärtner einen Drachenzahn besorgen Kürbiskopf: Ein verzogener Junge bekommt einen Kürbiskopf angehext Schneeflocke: Die Tochter des Winters verschwindet spurlos Mondscheinpferd: Ein Maulesel und ein Pony wollen Mondscheinpferde werden Die Faule, die Eitle und die Hässliche: Drei unterschiedliche Schwestern suchen einen Ehemann Der Ring des Prinzen: Eine Prinzessin geht durch eine verbotene Tür und verwandelt sich Das hässliche Weihnachtsbäumchen: (sagt der Name schon) Als Geschenkbüchlein bereits erschienen Zipfel und die gestohlene Weihnacht: Die Weihnacht wird entführt. Alle Unsterblichen suchen mit. Die Prinzessin im blauen Kristall: Ein Prinz will die Prinzessin aus ihrem verzauberten Gefängnis befreien Der Prinz der Meerjungfrauen:. Aus Liebe will ein Mädchen zur Meerjungfrau werden. Doch sie ist nicht königlichen Blutes, was die Verwandlung unmöglich macht. Die Bauernfeier: Kurz vor seiner Feier verwandelt sich der Bauer in ein Pferd. Um erlöst zu werden muss er einen Kristall finden. Der Dilldapp: Drei Burschen nehmen ihre Stadt auf die Schippe. Alle Suchen den mysteriösen Dilldapp, einen goldenen Vogel mit Hörnern. (Nach einer wahren Begebenheit einer Schwarzwaldgemeinde...) Das schwarze Einhorn: Ein schwarzes Einhorn, noch dazu ohne Horn, wird geboren. Doch der Aussenseiter muss die Welt retten.
Gerne könnt Ihr mich auch zum Märchenerzählen mieten. Überrascht Eure Kinder mit einem unbekanntem Märchen. Als Fee verkleidet sorge ich für Unterhaltung. Ideal für Kindergeburtstage und als Kinderprogramm bei festlichen Angelegenheiten, Hochzeiten, Vernissagen, Firmenjubiläen, etc. Eine Märchenstunde dauert zwischen 15 Minuten und 45 Minuten, je nach Märchen und Publikum.

| | | Meerjungfrau
Rauschend Das Meer Zerreißend Die Wucht Lausche Den Wellen Die Sehnsucht Ruft
Schließe Die Augen Stell Ihn Mir Vor Blonder Matrose An Der Reeling Empor
Wie Er Sich Räkelt Im Sonnenschein Lacht Spielt Mit den Muskeln Das Auge Wacht
Will Ihn Benebeln Will Ihn Betören Ruf Einer Nixe Kann Er Ihn Hören
Tanze Mit Mir Wenn Sturmwinde Wehen Bist Erst Unter Wasser Dann Wirst Du Vergehen
Berühr Meine Lippen Fühle Mein Haar Spür Meine Haut Sei Mir Ganz Nah
Gleite Hinab In Tiefdunkles Blau Warte Auf Dich Deine Meerjungfrau
So Singe Ich Leise Lauscht Er Denn Nicht Steht Nur Am Bug Umspült Von Der Gischt
Blickt In Die Ferne Was Zieht Ihn Hinaus Schöner Seemann Siehst Traurig Aus
Wind In Den Segeln Schiff Rauscht Dahin Kann Nicht Mehr Folgen Wie Müde Ich Bin
Verlorener Schatz Kommst Du Zurück Such In Der Tiefe Dort Liegt Dein Glück
Tauche Hinab Denk Mit Genuss Schön Wäre Es Gewesen Ein Unterwasserkuss | SCHATTEN und LICHT!
Sieh, wie sie tanzen im LICHT. sind fröhlich und wissen doch nicht. wissen nicht, was sie nicht sehn. dort im SCHATTEN stehn.
Denn dort stehst du, und siehst ihnen zu, siehst wie sie lachend grimassen schneiden und ohne zu wissen dich meiden.
Doch im SCHATTEN dinge geschehn dinge die keiner hat vorher gesehn, du fühlt sie und weißt denn du bist eins mit dem geist
Verzauberte wesen unsichtbares LICHT, der SCHATTEN verschleiert dich sieht man nicht nicht dich und nicht all dieses LICHT den dummen versperrt es die sicht.
Denn du bist LICHT so strahlend rein so leuchtend wird es zur pain darfst niemals treten in die sonne niemals genießen die süße wonne
Sollst strahlen in der dunkelheit verscheuchen die einsamkeit bewahren den zauber der nacht das ist deine macht Denn trittst du hinaus aus den SCHATTEN wird das LICHT das sie vorher hatten verstummen für die ewigkeit dein leuchten zu hell und zu weit
So bleibst du zurück an jenem ort kannst niemals aus dem SCHATTEN fort bleibst tief im SCHATTEN stehn und hoffst dass sie dich irgendwann sehn.
| Pinselstriche
Ich sitze im Zimmer Ganz allein Im fahlen Mondesschein
Ich denke nach Über Gott und die Welt Als ein Gedanke mich erhellt
Auf dem Tisch Ein Pinsel liegt Der mich sehnsuchtsvoll anblickt
Ich nehme ihn zärtlich Liegt er in der Hand Auch das Papier das ich fand
Ich weiß nicht wie Ich weiß nicht was Pinselstriche färbendes Nass
Eine Frau entsteht Schon sieht sie mich an Gleite ihre Konturen entlang
Ihre Augen so nah Mit Leben gefüllt Ihr Mund in ein Lächeln gehüllt
Jetzt ist sie vollendet Schön wie der Wind Gleichwohl ein himmlisch Kind
Ihre Stimme mir flüstert Weißt du junger Mann Weißt du was du eben getan
Komm zu mir Zeig ich dir eine Welt Die dir wohl sehr gefällt
Schon berühren ihre Hände Sachte mein Haar Auch ist sie jetzt ganz nah
Nackte Haut Reibt sanft an mir Mit leidenschaftlicher Gier
Dann ihr Kuss Vergesse Zeit und Raum Und doch es ist kein Traum
Sie ist bei mir Die ganze Nacht Für die Leidenschaft gemacht
Ich zittre bebe Was geschieht mit mir Wildes ungezähmtes Tier
Erschöpft Schlafe in ihrem Arm Ihr Körper noch so warm
Dann plötzlich zerrinnt er Löst sich auf unter mir In meiner Hand ein Blatt Papier |

Die Heirat
Sie war wütend. Doch noch ließ Alissa dieser
Wut keinen freien Lauf. Zuerst musste sie den wachsamen Blicken der Soldaten
entkommen, die sorgsam ihre Runden auf den Wehrgängen zogen. Aber es war ihr
auch diesmal ein Leichtes, sich aus der Burg zu schleichen. Und so gelangte sie
wieder einmal ungesehen an den Waldrand. Erst hier vergaß sie alle Vorsicht und
rannte jetzt quer durch das Geäst.
Umso erstaunter war sie, als plötzlich eine
Hand hinter einem Baum hervor schnellte, sie packte und herumriss. Zwei
muskulöse Arme versperrten ihr rechts und links den Fluchtweg. Ungläubig
starrte sie in stahlblaue, amüsiert funkelnde Augen. Ihr Herz raste. Aber nicht
länger wegen des erlittenen Schrecks, sondern weil sie dem schönsten Mann ins
Gesicht blickte, den sie je gesehen hatte. Ein Schwarm Bienen löste sich in
ihrem Bauch und sauste durch ihre Adern. Sie wollte etwas sagen, doch kein Laut
schaffte es über ihre Lippen.
"Was ist mir denn da ins Netz gegangen?",
eröffnete der Unbekannte. "Eine kleine Waldfee? Oder warum sonst laufen hier
die Frauen in Männerkleidung herum?" Sein Blick wanderte an ihr hinab und blieb
auf den Wölbungen ihrer Brüste hängen. "Und eine Hübsche noch dazu."
Eine Röte überzog Alissas Wangen. "Ich, äh"
Der Fremde sah wieder auf. "Wie heißt du,
schöne Maid?"
"Aliss" Sie brach ab, denn ein Kloß steckte
in ihrem Hals.
"Elise? Welch schöner Name. Hätte ich
geahnt, was mich hier erwartet, hätte ich mein Erscheinen nicht so lange
hinausgezögert. Elise!" Zärtlich
flüsterte er ihren Namen und beugte sich bewusst zu ihr hinab. Nur wenige
Millimeter lagen jetzt zwischen ihren Mündern. "Du hast meine Frage noch nicht
beantwortet, schöne Fee. Was tust du hier?"
Alissa suchte nach einer Notlüge. "Ich bin
die Tochter des Jagdaufsehers. Ich suche für meinen Vater die Fallen ab",
sprudelte es jetzt aus ihr hervor.
Der Unbekannte seufzte melancholisch auf.
"Ich wünschte, du wärst jemand anderes."
"Ich verstehe nicht?"
"Das alles hier wird übermorgen mein Land
sein. Dann muss ich die Tochter des Lords heiraten. Und das, wo ich doch gerade
die Frau meiner Träume erblickt habe."
Einen winzigen Augenblick setzte Alissas
Herzschlag aus. Vor ihr stand Lord Clayton Demond, ihr Bräutigam. Seinetwegen
hatte sie sich seit Monaten mit ihrem Vater gestritten, so wie heute auch. Sie
wollte keinen Wildfremden heiraten. Aber jetzt änderte sich alles. Ungeahnte
Vorfreude rang ihr ein strahlendes Lächeln ab. "Ich muss gehen. Verzeiht mir
Mylord."
"Noch nicht!"
Bevor sie wusste, wie ihr geschah, drückte
er seine Lippen auf sie und tauchte mit seiner Zunge in sie hinein. Feuer
schien durch ihre Adern zu schießen und ließ sie Atemlos werden. Nie zuvor
hatte ein Mann sie so geküsst. Sie merkte nicht, wie sie sich gleich einer Ertrinkenden
an ihn klammerte, betäubt von einem unbekannten Rausch. Als er sich von ihr
löste, verlor sie fast den Halt. Wortlos tauchte sie unter seinem Arm hindurch
und wollte davonrennen. Doch er erwischte ihre Hand und hielt sie zurück.
"Verspricht mir etwas, Elise. Bitte komm
morgen wieder. Ich warte hier auf dich um dieselbe Zeit. Bitte."
Einen Moment überlegte sie, bevor sie
nickte. Dann riss sie sich los und rannte, als wäre der Teufel hinter ihr her.
Aber ihr Herz machte einen Freudensprung nach dem anderen.
"Alissa, endlich!"
Der barsche Tonfall ihres Vaters verhieß
nichts Gutes. Aber ihr Augenmerk lag auf dem Mann, der hinter dem Burgherrn
stand. Er war groß, stark, gut aussehend, mit stahlblauen Augen; so wie sie ihn
in Erinnerung hatte. Sie biss sich auf die Lippen, um ihre Vorfreude unter
Kontrolle zu bringen.
"Es ist eine Schande, dass du unseren Gast
so lange warten lässt. Entschuldige dich gefälligst bei Lord Demond."
Die junge Frau war irritiert. Hatte sie eben
noch ihr verräterisches Grinsen unterdrückt, ließ sein Blick sie jetzt zurückweichen.
Er betrachtete sie wie ein Stück Vieh, das er zu erwerben gedachte. Abschätzend
wanderten seinen Augen an ihrem Körper entlang. Was er sah, entsprach wohl
nicht seinen Erwartungen. Seine Lippen kräuselten sich abwertend. Dann wandte
er sich Alissas Vater zu und ignorierte sie fortan einfach.
"Mylord, ich auf ein Wort", versuchte sie seine
Aufmerksamkeit wieder zu erlangen.
"Später", war alles, was er barsch
antwortete.
Eine geschlagene Stunde hielt es Alissa aus,
bevor ihr endgültig der Kragen platzte. Mit erzwungenem Lächeln schnappte sie
sich seine Hand und zerrte ihn Richtung Balkon.
Demond tapste ihr unwillig nach. Kaum waren
sie außer Hörweite, veränderte sich sein Gesichtsausdruck gänzlich. Eiseskälte
schlug ihr entgegen. Seine Hand klammerte sich jetzt eisenhart um ihr
Handgelenk.
"Ihr tut mir weh!", schimpfte sie.
"Ach wirklich? Wenn du erst mal meine Frau
bist, werden dir noch ganz andere Stellen schmerzen."
Sie holte zu einem Schlag aus, aber er fing
ihn lachend ab. "Da musst du dir schon was Besseres einfallen lassen."
"Warum tut Ihr das?" Tränen standen in ihren
Augen, doch das kümmerte ihn nicht.
"Ich habe nicht um diese Heirat gebeten. Es
wird also einzig und alleine eine Zweckehe geben. Du wirst mir einen Sohn
schenken - oder ich Prügel dich grün und
blau. Ansonsten hege ich kein Interesse an dir. Ist das jetzt klar?"
"Nein", antwortete sie trotzig. "Und glaubt
bloß nicht, dass ich Euch freiwillig mein Ja-Wort gebe. Niemals!" Unter Tränen
gelang es ihr, sich von ihm zu reißen und zu flüchten.
Lange hatte sie mit sich gerungen, ob sie
tatsächlich in den Wald gehen sollte. Jetzt, auf dem Weg dorthin, redete sie
sich ein, dass er nach all seinen Scheußlichkeiten des vergangenen Tages wohl
kaum dort sein würde. Aber er war da. Mit einem strahlenden Lächeln kam er ihr
entgegen geeilt. Sie holte aus und schlug ihn mit der Hand ins Gesicht.
Verwirrt blickte er sie an. Er sah die
kochende Wut in ihren schönen Augen. "Elise, ich kann dir das erklären."
"Da gibt es nichts zu erklären. Ihr seid ein
Ekel." Sie wandte sich ab und zeigte ihm die kalte Schulter.
Er trat hinter sie und legte seine Hände
sanft um ihre Taille. "Du hast ein Recht wütend auf mich zu sein. Aber alles,
was ich dir scheinbar angetan habe, musste sein. Vertrau mir, kleine Waldfee. Morgen
wird sich alles zum Guten wenden."
"Morgen? Etwa bei der Hochzeit?" Sie drehte
sich zu ihm. Seine Augen sahen flehend zu ihr hinab. Ihre Knie wurden weich.
Er nickte bedächtig. "Ich will dich zur Frau
haben, Elise. Nur dich. Wirst du mich heiraten?"
"Ich verstehe nichts mehr."
"Sag ja. Bitte." Er beugte sich vor und nahm
ihre Lippen gefangen.
Die feurige Glut des Vortages erflammte
wieder und schoss ihr heiß durch die Adern. "Ja", stöhnte sie, als er sie für
einen Augenblick frei gab, um zärtlich an ihrem Hals zu knabbern. Seine Lippen
hinterließen eine feurige Spur, die sich langsam zu ihrer Schulter zog. Ein Arm
lag hinter ihrer Taille und gab ihr Halt. Die andere Hand pirschte sich an eine
Brust heran und suchte spielerisch den höchsten Punkt. Sie hatte nicht gewusst,
dass der reibende Stoff ihres Wollhemdes derart Schmerzen an ihrer harten
Brustwarze hinterlassen konnte - angenehme Schmerzen. Aber Clayton schien es zu
wissen, denn er befreite geschickt diese hochempfindliche Stelle von der
Bekleidung und ließ sie zwischen zwei Fingern zwirbeln. Dann senkte er seinen
Kopf und löste die Finger ab.
Alissa war so mit der Wucht ihrer neuen
Gefühle beschäftigt, dass sie zuerst gar nicht wahrnahm, wie Claytons Hand über
ihren Bauch wanderte und dann zwischen ihre Schenkel rutschte. Erst als er
sanft über ihre geheimste Stelle rieb, wurde sie dem gewahr. Wieder ergoss sich
ein Schwall neuer Empfindungen über sie, welche ihr mehr und mehr die letzte
Kontrolle zu entreißen drohten.
Plötzlich wusste sie, dass sie sich ihm
jetzt und hier hingeben würde, wenn sie nicht sofort etwas unternahm. Sie war
froh, dass sie keinen Rock, sondern Beinkleider trug. "Nein", stöhnte sie
unwillig und schob ihn von sich. "Bitte nicht."
Er stoppte seinen Verführungsangriff und sah
ihr tief in die Augen. Dann nickte er. "Du hast Recht, schöne Waldfee. Heute
ist nicht der richtige Tag. Aber morgen vielleicht. Darf ich hoffen?"
Sie lächelte geheimnisvoll, als sie sich ihm
entzog.
Immer noch floss eine wohlige Wärme durch
ihren Körper, als sie jetzt durch die kühlen Gänge der Burg streifte. Alissa
wollte ihm nahe sein, weshalb sie jetzt jeden Winkel des Gebäudes nach ihm
durchstöberte.
Schließlich fand sie ihn - den Mann, der sie
wenige Stunden zuvor fast entjungfert hätte - in den Armen einer Dienerin. In
eine Ecke gedrückt standen die Beiden eng umschlungen. Die Bluse der Dirne war
halb heruntergezogen, während sein Gesicht lüstern in ihren Busen tauchte.
"Gottverfluchter Hurensohn", schrie Alissa
los.
Demond sah auf und verdrehte die Augen. Er
drückte der Dienerin einen Kuss auf die Lippen und löste sich von ihr. "Nicht
weglaufen, meine Hübsche. Ich bin gleich wieder da. "Wie könnt ihr Euch so schamlos aufführen,
ihr... ihr..." Alissa fehlten die Worte, weshalb sie drohen die Hand hob.
Ein stahlhartes Band legte sich um ihr
Gelenk, als der junge Mann den Schlag abwehrte. Er zog sie dicht an sich heran.
"Anscheinend willst du nicht verstehen. Also spreche ich es dieses eine mal
aus. Ich habe kein Interesse an dieser Heirat. Ich will dich nicht. Und du mich
auch nicht. Also werden wir morgen diese Hochzeit kippen. Du sagst nein und ich
auch. Dann kann keine unserer Familien die Schuld auf die andere schieben. Ist
es jetzt klar?"
"Glasklar", schluchzte seine Braut und wand
sich aus seinem Griff.
Sein Blick ging suchend über die
Kirchenmenge, doch er konnte Elise nicht ausmachen. War sie da? Langsam bewegte
er sich in Richtung Altar. In der ersten Reihe saß seinen Bruder Christopher
mit Gefolge. Seine Eltern waren nicht darunter, denn sie hatten sich geweigert Feindesland zu betreten.
Als das Flüstern der Anwesenden erstarb,
wusste er, dass die Braut eingetroffen war. Doch er weigerte sich, sie
anzuschauen. Selbst als sie neben ihm stand, streifte sein Blick nur ihr reich
verziertes Kleid. Schweigend lauschten beide dem Priester. Schließlich
verlangte dieser nach dem Ringträger.
In diesem Moment ertönte ein lautes "Nein" von der Braut. "Ich will nicht!
Ich weigere mich, diesen Grobian zu ehelichen!"
Zum ersten Mal sah Clayton seiner
Zukünftigen ins Gesicht. Sein Herz begann unrhythmisch zu pochen. "Elise!?"
Sein Erstaunen war maßlos, ging aber in dem lauten Gemurmel der Menschen unter.
Die Braut machte Anstalten, davonzulaufen.
Doch sie hatte den Ringträger vergessen, der bereits direkt hinter ihr stand.
Als sie mit ihm zusammen prallte, erstarrte sie.
Clayton legte seine Hand auf den Arm seiner
störrischen Braut. "Alissa, darf ich dir meinen Bruder Christopher vorstellen?",
sprach er mit beschwörendem Unterton. "Es wäre möglich, dass du ihm schon
begegnet bist und ihn vielleicht für mich gehalten hast."
Er sah jetzt seinen Bruder an. "Chris, das
ist meine Elise."
Die junge Frau blickte zwischen den Männern
hin und her. Die beiden glichen sich wie ein Ei dem anderen. In Alissas Kopf
tobte ein Orkan wilder Gedankenfetzen, die sie ganz schwindelig machten. Es gab
tatsächlich zwei von ihnen! Einen Guten und einen Bösen. Aber wer war der Richtige?
Ihr Bräutigam beugte sich jetzt vor, so dass
er dicht an ihrem Ohr war, als er flüsterte: "Ich sagte dir doch, dass sich
heute alles klären wird. Und jetzt bitte ich dich so wie gestern - als du in
meinen Armen gelegen hast - sag ja zu mir, kleine Waldfee."
Eine Träne löste sich aus Alissas Auge, als
sie begriff, wer wer war. "Ja!", presste sie hervor.
Dann schmiss sie sich in seine Arme.
"Halt!", rief der Priester. "Mylord, Ihr
könnt die Braut doch erst küssen, wenn die Zeremonie beendet ist." Aber so
einfach waren die beiden Liebenden nicht mehr zu trennen.

Zauberhafte kleine lyrische Büchlein mit Sprüchen, Gedichten und Bildern, die das Herz berühren. Diese 16 Seiten starke Büchlein sind nicht im Buchhandel erhältlich. Hier für 2EUR zu erwerben. Schicken Sie mir eine Mail. info@alexzane.de






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